05. August 2010 by RA Kasulke
Ein absolutes Highlight durfte ich ich heute erfahren. Die Interessenvertretung meines Mandanten habe ich heute per Mail um 16.43 Uhr der LVM angezeigt, verbunden mit der Aufforderung die Haftung zu 100% dem Grunde nach zu bestätigen.
Um 17.11 Uhr, also nach 28 Minuten !!!!!! erreichte mich eine E-Mail in der die Haftung bestätigt wurde. Schneller geht es eigentlich kaum. Bewundernswert. Wollen wir hoffen, dass die Zahlungen dann ebenso schnell erfolgen werden ! Manche Gesellschaften schaffen es nicht in 28 Tagen zu antworten – diese sollten sich ein Beispiel nehmen !
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01. August 2010 by RA Melchior
Um sich vor Zahlungen zu drücken, ist Versicherungen offensichtlich keine Argumentation zu schräg – und sie es auch ein direkter Widerspruch zu der sonstigen massiv vertretenen Argumentation, Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt stünden dem Geschädigten – jedenfalls bei fiktiver Abrechnung – eher nicht zu. Vor dem LG Köln (Urteil 11 S 410/07 vom 23.o9.2008) ging das jetzt schief:
Interessant an diesem Fall war, dass das von Versicherer in Auftrag gegebene Gutachten zur Feststellung eines wirtschaftlichen Totalschadens führte, allerdings (nur) auf der Basis der Stundenverrechnungssätze eines markengebundenen Fachbetriebs. Daher wollte die Versicherung auch nur den Wiederbeschaffungsaufwand ersetzen.
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26. Juli 2010 by RA Melchior
Auch eine Methode, sich vor lästigen Schadensersatzforderungen zu schützen
:
Seit ca. 1 ½ Stunden versuche ich, der Concordia ein Anspruchsschreiben per Telefax zu übermitteln. Eben so lange sind beide hier bekannte Faxnummern – die des Sachbearbeiters sowie die „offizielle” der Filiale in Berlin – permanent besetzt.
Entsprechendes gilt für die Durchwahlnummer des Sachbearbeiters, sogar schon vor Erreichen der letzten Ziffer sowie sogar für die “Hauptnummer” der Concordia in Berlin.
Dass sich auf dem Briefbogen keine e-mail-Adresse findet und die wenig originelle Adresse berlin@concordia.de erst auf der Homepage gesucht werden muss, sei nur am Rande erwähnt. Kommunikation 2010 sieht anders aus!
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01. Juli 2010 by RA Kasulke
Der wehrten Leserschaft des Unfallblogs möchte ich diesen
Prüfbericht nicht vorenthalten. Interessant, dass es sich “rechnet” für 12 € ein Gutachten zu überprüfen und zusätzlich noch die Wertminderung der Höhe nach zu überprüfen. Interessant ist auch die Rechnung ! Kein Leistungszeitraum, keine Rechnungsnummer …….
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24. Juni 2010 by RA Kasulke
Die folgende Sache gehört eigentlich eher in eine Rubrik kurioses – oder hat die AXA wirklich die Maßstäbe neu definiert ?
Die Rechtsanwälte activeLAW unterhalten neben dem Hauptbüro in Hannover auch ein Büro in Merzig / Saarland. Die Postausfertigung läuft größtenteils über Hannover. Der Geschädigte in diesem Fall wohnt jedoch im Saarland. Nun kommt der Prüfbericht der AXA-Versicherung mit den üblichen Kürzungen und dann noch der Verweis auf die Referenzwerkstätten, die ja so günstig arbeiten. Die Referenzwerkstätten befinden sich aber in Hannover und nicht am Wohnort des Mandanten. Also keine Entfernung von 10 oder 15km, sondern von 520km. Hier hat wohl jemand nicht aufgepasst, oder ? Aber die Sache heißt ja “PremiumCheck”. Wirklich sehr gut, liebe Experten von ControlExpert !
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20. Mai 2010 by RA Melchior
In einer Verkehrsunfallsache ist nur noch ein kleiner Restbetrag (MwSt. auf tatsächliche Reparaturkosten) offen. Die hälftige Haftung der Gegenseite ist unstreitig, also mache ich den entsprechenden Betrag geltend, rechnerisch korrekt (59,09 : 2 =) 29,55 €.
Anstatt diesen Betrag schlicht zu überweisen und die Sache abzuschließen, schickt mir der LVM per Post (!) einen zweiseitigen Brief, voll mit (hier völlig überflüssigen) Textbausteinen u.a. zur fiktiven Abrechnung und der dann nicht zu übernehmenden MwSt. und einer Abrechnung, in der sämtliche Positionen noch einmal aufgelistet werden – und siehe da – am Ende ergeben sich tatsächlich (Rundungsdifferenzen) nur 29,54 €.
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14. April 2010 by RA Deneke
Ein Unfallschaden sollte von der HDI reguliert werden. Im Gutachten sind dazu folgende Daten festgestellt worden:
Reparaturkosten brutto 1420 €
Wiederbeschaffungswert brutto 1600 €
Restwert brutto 300 €
Es wurde auf Basis des wirtschaftlichen Totalschadens abgerechnet. Im Abrechnungsschreiben ist der Hinweis auf die BGH- Rechtsprechung enthalten gewesen. Nach dieser Rechtsprechung muss, wie den meisten hier bekannt sein dürfte, für die Bestimmung der Höhe des Schadensersatzes auf die Bruttowerte aus dem Gutachten abgestellt werden. ( VI ZR 100/08)
Natürlich regulierte der HDI lediglich die Nettoreparaturkosten.
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12. April 2010 by RA Melchior
Kurze Übersicht über eine Schadensregulierung, wie sie nicht sein sollte:
13.o3.2010: Verkehrsunfall, höchstwahrscheinlich Totalschaden
17.o3.2010: Erste Information an DA direkt
16.o3.2010: Erstellung des Sachverständigengutachtens: Totalschaden
19.o3.2010 Spezifiziertes Anspruchsfax mit Vollmacht an DA direkt
29.o3.2010: Bestätigung durch DA direkt: VN hat Schaden aber noch nicht gemeldet
29.o3.2010: Da direkt schreibt an Mandanten selbst (!) und übersendet Fragebogen
o1.o4.2010 Fax an DA direkt mit Hinweis auf meine Bevollmächtigung und Anspruchsfax vom 19.o3.2010
o7.o4.2010: Anruf bei DA direkt: Schadensanzeige liegt vor, Verschulden des Gegners eindeutig, Kollegin der Sachbearbeiterin wundert sich, weshalb noch nicht reguliert wurde, sichert Rückruf zu.
o9.o4.2010: Erneuter Anruf bei DA direkt: Wo bleibt der Rückruf? Sachbearbeiterin entschuldigt sich vielmals, Regulierung soll sofort erledigt werden.
12.o4.2010: Eingang eines Schreibens der DA direkt, in dem ca. drei Wochen nach Eingang des Sachverständigengutachtens (!) lediglich auf ein Restwertgebot eines professionellen Aufkäufers verwiesen wird – „vorbehaltlich der Prüfung unserer Eintrittspflicht”. Keine Spur von irgendeiner Schadensregulierung. Dazu aber der erhellende Satz:
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