Neues Schadensmanagement-Projekt - Cui bono?
Autohaus online berichtetete:
„Im Markt entsteht derzeit ein völlig neues Schadenmanagement-Projekt, das nach eigenem Bekunden der Beteiligten “hoch innovativ angelegt” ist und in naher Zukunft gemeinsam mit führenden Automobilherstellern und kooperativen Versicherungen (die teils im Verbund auftreten) ausgerollt wird. … Im Kern beinhalte diese Gemeinschaftsentwicklung eine ganzheitliche Lösung für freie Werkstätten und markengebundene Betriebe unterschiedlichster Couleur. Dabei gehe es insbesondere auch um automatisierte Prozesse sowie eine gleichzeitige Kostensenkung für die Versicherungswirtschaft. Das Entscheidende dabei sei aber, dass die Kostensenkungen “gerade nicht zu Lasten eines Betriebes bzw. Händlers gehen … In diesem Verbund neben der DEKRA … auch führende Hersteller und Versicherungen” am Markt eine “entscheidende Vorreiterrolle” spielen.”
Be dem Wort Schadensmanagement kommt bei dem informierten Verkehrsjuristen ohnehin nicht gerade Freude auf - insbesondere als Vertreter einer/eines Geschädigten.
„… führende Autohersteller und kooperative Versicherungen” … Kostensenkung für die Versicherungswirtschaft … nicht zu Lasten eines Betriebes bzw. Händlers…” - Irgendwie schwant mir da nichts Gutes. Dass hier ein Projekt aus der Taufe gehobnen werden soll, das den Interessen von Geschädigten dient, darf wohl nicht ernsthaft erwartet werden, oder?
21. März 2007 um 14:39
Da wird wohl die Quadratur des Kreise angestrebt? Oder will man das Schadenrecht kippen ??
Nach meinem Verständnis sind bisher die Kosten der Assekuranzen der Umsatz und Gewinn der Betriebe/Händler. Da könnte man bestenfalls noch ein wenig die Bürokratiekosten mindern.
Wenn man aber das Schadenersatzrecht in Verbindung mit dem neuen RDG aushebelt, - also keine Sachverständigen und keine Anwälte mehr, - dann ginge das vielleicht doch.
23. März 2007 um 13:15
sind da nicht die händlervereinigung eines namhaften wolfsburger herstellers und ein großer versicherer aus dem süddeutschen raum beteiligt?
> Dabei gehe es insbesondere auch um automatisierte Prozesse sowie
> eine gleichzeitige Kostensenkung für die Versicherungswirtschaft. Das
> Entscheidende dabei sei aber, dass die Kostensenkungen “gerade nicht
> zu Lasten eines Betriebes bzw. Händlers gehen
zu wessen lasten soll die kostensenkung denn gehen???