HUK Coburg – Langsam und sinnfrei
Es geht (nur noch) um Nutzungsausfallentschädigung. Diese mache ich mit Telefax vom o9.o9.2011 unter Fristsetzung auf den 16.o9.2011 (o.k., etwas knapp, aber egal) bei HUK Coburg geltend. Eine Reaktion oder gar Zahlung erfolgt nicht.
Auf telefonische Nachfrage am o4.10.2011 beklagt sich die Sachbearbeiterin, dass von 10 Kollegen nur vier anwesend sind (sicherlich nicht das Problem des Geschädigten) und verweist auf eine Bearbeitungsdauer von vier Wochen nach Posteingang – und die seien ja noch nicht verstrichen.
Auf nochmalige Nachfrage am 12.10.2011 sichert man mir Bearbeitung noch in dieser Woche zu, was ich kurz per Fax bestätige mit dem Hinweis, dass am 17.10.2011 Klage erhoben wird, falls bis dahin kein Zahlungseingang zu verzeichnen ist. Nun wird HUK (erstmals) aktiv und schreibt mir per E-Mail:
Sehr geehrter Herr Melchior,
Ihr Schreiben vom 12.10.2011 haben wir zur Kenntnis genommen. Diesbezüglich verweisen wir auf den bis dahin geführten Schriftverkehr vom 12.09.2011.
Abgesehen davon, dass es keinen „Schriftverkehr vom 12.09.2011″ gibt, sondern lediglich mein o.a. Anspruchsschreiben vom o9.o9.2011 – wäre es nicht einfacher gewesen, anstatt sinnfreier Schreiben einfach eine Überweisung zu veranlassen?
Update 14.11.2011: Dass auch bis heute (mehr als zwei Monate nach meinem Forderungsschreiben) keine weitere Reaktion der HUK zu verzeichnen war, sei nur am Rande erwähnt. Der Mahnbescheid ist allerdings schon zugestellt, der Vollstreckungsbescheid folgt.
14. Oktober 2011 at 13:45
Sie erwarten doch nicht ernsthaft, dass die HUK ohne irgendwelche Kürzungen zahlt !
Ihre Beschreibung kommt mir sehr bekannt vor, wir klagen auch dauernd, weil schlicht nichts kommt, weder eine Haftungszusage dem Grunde nach, noch in irgendeiner Höhe oder gar vollständig.
Die üblichen Kürzungen benötigen auch einen gewissen Bearbeitungsaufwand, das geht nicht so schnell …
3 Tage nach Klageeinreichung haben wir dann ein Abrechnungsschreiben mit den einschlägigen Kürzungen.
Die stete Wiederholung zeigt, dass die HUK nicht lernfähig ist.
16. Oktober 2011 at 16:43
Mal ehrlich. Wenn die HUK u.a. das machen, was wir wollen, hätten wir ja als RAe nichts zu tun. Dann würde ja sofort vollständig reguliert werden.
Also, warum aufregen? Klagen, immer wieder klagen.
Ich freue mich über das Regulierungsverhalten.
16. Oktober 2011 at 16:51
… ist aber ein mühsames Geschäft.
Nicht nur die Schäden, auch unsere Kosten werden nicht vollständig gezahlt, heißt dann: Gerichtskosten einzahlen und rechtshängig machen, dann wird erst der Restschaden gezahlt und erst nach entsprechender Erledigungserklärung mit Kostenantrag eventuell die restlichen Kosten.
Auch titulierte Beträge werden nicht mehr vollständig gezahlt, ich vollstrecke gegen die HUK dauernd wegen 10 bis 20 Euronen.
Das hat bei denen System.
Die glauben nicht, dass wegen dieser Restbeträge noch etwas unternommen wird.
Die his-Datei wird geführt, aber etwas Vergleichbares über Anwälte gibt es offensichtlich nicht, sonst wäre dort bekannt, dass z.B. unser Büro regelmäßig und aus Prinzip auch kleine Beträge realisiert.