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	<title>Unfall - Blog &#187; Condor</title>
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	<description>Die Versuche der Versicherungen, am Geschädigten zu sparen</description>
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		<title>CONDOR &#8211; versteht „Porsche&#8221; nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2007 14:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Melchior</dc:creator>
				<category><![CDATA[Condor]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mandant hatte einen Verkehrsunfall, die Condor beauftragte einen Sachverst&#228;ndigen. Dieser ermittelte die Reparaturkosten seines PKWs auf der Basis des Stundensatzes einer markengebundenen Fachwerkstatt einschlie&#223;lich Verbringungskosten Die Condor regulierte nicht unverz&#252;glich, der Mandant lie&#223; seinen PKW in einer kleinen Werkstatt reparieren, wobei die Reparaturkosten netto ca. 20 % g&#252;nstiger als veranschlagt ausfielen. Daher habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mandant hatte einen Verkehrsunfall, die Condor beauftragte einen Sachverst&#228;ndigen. Dieser ermittelte die Reparaturkosten seines PKWs auf der Basis des Stundensatzes einer markengebundenen Fachwerkstatt einschlie&#223;lich Verbringungskosten</p>
<p>Die Condor regulierte nicht unverz&#252;glich, der Mandant lie&#223; seinen PKW in einer kleinen Werkstatt reparieren, wobei die Reparaturkosten netto ca. 20 % g&#252;nstiger als veranschlagt ausfielen. Daher habe ich die Condor aufgefordert, u.a. die kalkulierten Netto-Reparaturkosten zu zahlen. </p>
<p>Diese meinte hingegen, diesbez&#252;glich st&#252;nde dem Mandanten nur der Ausgleich der Reparaturrechnung zu. Nat&#252;rlich mit Hinweis auf die „Rechtsprechung des BGH&#8221; wurde &#8211; insoweit zutreffend &#8211; argumentiert, der Gesch&#228;digte habe die Wahl, fiktiv oder konkret abzurechnen. Diese Wahl habe er nunmehr getroffen, eine „Vermischung beider Wahlm&#246;glichkeiten, d.h. eine fiktive Abrechnung lt. Gutachten&#8221; komme nicht in Betracht. </p>
<p>Auch so ein gerne &#8211; und selten zutreffend &#8211; von Versicherungen gebrauchtes Argument, die nach der Rechtsprechung des BGH in der Tat grunds&#228;tzlich nicht zul&#228;ssige Vermischung von fiktiver und konkreter Abrechnung. Nur, dass diese keineswegs immer schon dann vorliegt, wenn ein Gesch&#228;digter fiktiv abrechnet und daneben noch andere Kosten geltend macht, wird oft &#252;bersehen. </p>
<p>Schlimmer noch, wenn &#8211; wie hier &#8211; verkannt wird, dass der Gesch&#228;digte trotz durchgef&#252;hrter (billigerer) Reparatur tats&#228;chlich nichts anderes tut, als nach wie vor zul&#228;ssigerweise fiktiv abzurechnen. </p>
<p>Das AG Schwerin (12 C 42/07 vom 30. M&#228;rz 2007) beschied die entsprechende Klage &#8211; im Prozess hatte die Condor sich im Wesentlichen damit verteidigt, der Gesch&#228;digte d&#252;rfe an den Schaden nicht verdienen und zudem seien Verbringungskosten tats&#228;chlich nicht angefallen &#8211; in erfreulicher Klarheit, die m.E. eine Ver&#246;ffentlichung verdient: </p>
<p>„Mit der Leitentscheidung des Bundesgerichtshofes vom 20.06.1989 NJW 1989, Seite 3009), ist klargestellt, dass eine Pflicht zur Vorlage einer Reparaturrechnung nicht gegeben ist. Statt dessen ist der Gesch&#228;digte auch nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes berechtigt, von der Wahlm&#246;glichkeit der Abrechnung nach fiktiven Reparaturkosten, die durch einen Sachverst&#228;ndigen festgestellt wurden oder die tats&#228;chliche entstandenen Reparaturkosten nach Reparatur abzurechnen (vgl. hierzu nur BGH, Urteil vom 17.10.2006, VI ZR 249/05, NJW 2007, Seite 67 ff).&#8221; &#8230;<br />
Sp&#228;testens nach der sogenannten „Porsche-Entscheidung&#8221; (BGH, Urteil vom 29.04.2003,VI ZR 398/02, NJW 2003, Seite 2086 ff) ist indes hinreichend festgestellt, dass ein Ersatz der Reparaturkosten auf der Basis der Ersatzteilpreise und Stundens&#228;tze einer markengebundenen Fachwerkstatt auch bei der Abrechnung fiktiver Reparaturkosten zul&#228;ssig ist. Da &#8211; mittlerweile wohl &#252;blicherweise &#8211; markengebundenen Fachwerkst&#228;tten &#252;ber keinerlei eigene Lackierm&#246;glichkeiten mehr verf&#252;gen, fallen bei einer Reparatur in einer markengebunden Fachwerkstatt mithin regelm&#228;&#223;ig auch Verbringungskosten in eine Lackierfachwerkstatt an. Deshalb sind Verbringungskosten nach der &#252;berwiegenden Rechtsprechung auch bei fiktiver Abrechnung regelm&#228;&#223;ig erstattungsf&#228;hig (vgl. z.B. nur OLG Dresden, DAR 2001, Seite 455), wo diese ebenfalls wohl konkret nie anfallen k&#246;nnen. &#8230;<br />
Sowohl die tats&#228;chlich aufgewendeten Teilekosten, insbesondere aber auch die aufgewendeten Arbeitskosten f&#252;r die Karosserie- und Lackierarbeiten in der einfachen Werkstatt lagen im vorliegenden Fall deutlich unter den kalkulierten Kosten f&#252;r eine Marken &#8211; und einer externen Lackierfachwerkstatt. Sie bieten damit ein deutliches Indiz daf&#252;r, dass der Kl&#228;ger mit der Beauftragung einer schlichteren Werkstatt auch eine qualitativ einfachere Reparatur hinnahm. Diese Beschr&#228;nkung darf indes nicht dem Sch&#228;diger zugute kommen.&#8221;</p>
<p>Na also!</p>
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