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	<title>Kommentare zu: AXA - provoziert Klage</title>
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	<description>Die Versuche der Versicherungen am Geschädigten zu sparen</description>
	<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 06:12:03 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Versicherungsfuzzi</title>
		<link>http://www.unfall-recht.info/axa-provoziert-klage/#comment-208</link>
		<dc:creator>Versicherungsfuzzi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 21:55:06 +0000</pubDate>
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		<description>Zitat: "und raufe mir die Haare, wenn in Zukunft die Werkst&#228;tten Rechtsberatung erteilen d&#252;rfen."

Davor graust auch mir auch schon und ich bin mir sicher, dass auch manche meiner Kollegen sich die seligen Zeiten des "echten" Anwaltsmonopols zur&#252;ckw&#252;nschen werden...

Bez&#252;glich der "Mondforderungen": Leider vergessen Anw&#228;lte wie Sachbearbeiter zuweilen, dass ma&#223;los &#252;ber- oder untersetzte Forderungen bzw. Zahlungen immer das genaue Gegenteil provozieren und machen sich damit das Leben selbst unn&#246;tig schwer.

Es geht nichts &#252;ber ein vern&#252;nftiges, von beiden Seiten gef&#246;rdertes  Regulierungsklima. Damit lassen sich in der Regel die meisten F&#228;lle einvernehmlich schlie&#223;en.

Kritisch ist nach meiner Erfahrung besonders, wenn - vor allem bei Personensch&#228;den - seitenweise Cent-Betr&#228;ge gefordert werden oder der Eindruck erweckt wird, dass die Sache k&#252;nstlich aufgebl&#228;ht wird (z.B. eine Woche Krankenhaus aber die Verwandtschaft reist aus der ganzen Republik mehrfach zum Besuch an).

Wenn dann Positionen nicht nachvollziehbar belegt sind, werden sie gek&#252;rzt und es entbrennt heftiger Streit &#252;ber "Peanuts".

Mir pers&#246;nlich ist es wesentlich lieber, den ganzen "Kleinkram" direkt zu Beginn der Regulierung zur&#252;ckzustellen und am Ende m&#246;glichst telefonisch ein Gesamtpaket zu schn&#252;ren, mit dem beide Seiten leben k&#246;nnen.

Erfolgreiche Abschl&#252;sse dieser Art wirken sich eigentlich auch immer auf zuk&#252;nftige Akten aus, denn man trifft sich in diesem Job doch immer mehrfach...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zitat: &#8220;und raufe mir die Haare, wenn in Zukunft die Werkst&#228;tten Rechtsberatung erteilen d&#252;rfen.&#8221;</p>
<p>Davor graust auch mir auch schon und ich bin mir sicher, dass auch manche meiner Kollegen sich die seligen Zeiten des &#8220;echten&#8221; Anwaltsmonopols zur&#252;ckw&#252;nschen werden&#8230;</p>
<p>Bez&#252;glich der &#8220;Mondforderungen&#8221;: Leider vergessen Anw&#228;lte wie Sachbearbeiter zuweilen, dass ma&#223;los &#252;ber- oder untersetzte Forderungen bzw. Zahlungen immer das genaue Gegenteil provozieren und machen sich damit das Leben selbst unn&#246;tig schwer.</p>
<p>Es geht nichts &#252;ber ein vern&#252;nftiges, von beiden Seiten gef&#246;rdertes  Regulierungsklima. Damit lassen sich in der Regel die meisten F&#228;lle einvernehmlich schlie&#223;en.</p>
<p>Kritisch ist nach meiner Erfahrung besonders, wenn - vor allem bei Personensch&#228;den - seitenweise Cent-Betr&#228;ge gefordert werden oder der Eindruck erweckt wird, dass die Sache k&#252;nstlich aufgebl&#228;ht wird (z.B. eine Woche Krankenhaus aber die Verwandtschaft reist aus der ganzen Republik mehrfach zum Besuch an).</p>
<p>Wenn dann Positionen nicht nachvollziehbar belegt sind, werden sie gek&#252;rzt und es entbrennt heftiger Streit &#252;ber &#8220;Peanuts&#8221;.</p>
<p>Mir pers&#246;nlich ist es wesentlich lieber, den ganzen &#8220;Kleinkram&#8221; direkt zu Beginn der Regulierung zur&#252;ckzustellen und am Ende m&#246;glichst telefonisch ein Gesamtpaket zu schn&#252;ren, mit dem beide Seiten leben k&#246;nnen.</p>
<p>Erfolgreiche Abschl&#252;sse dieser Art wirken sich eigentlich auch immer auf zuk&#252;nftige Akten aus, denn man trifft sich in diesem Job doch immer mehrfach&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: RA Kasulke</title>
		<link>http://www.unfall-recht.info/axa-provoziert-klage/#comment-205</link>
		<dc:creator>RA Kasulke</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 15:05:57 +0000</pubDate>
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		<description>@ Versicherungsfuzzi

Dies ist leider ein Beispiel, welches eigentlich aufzeigt, warum der Gesch&#228;digte zu einem spezialisierten Anwalt gehen sollte. Ich k&#246;nnte jetzt auch einige Beispiele anbringen, verzichte aber ;-) und raufe mir die Haare, wenn in Zukunft die Werkst&#228;tten Rechtsberatung erteilen d&#252;rfen. :-(

Letzte Woche habe ich mit einem Sachbearbeiter einer Prozessabteilung einer Versicherung telefoniert. Wir plauderten ein bisschen &#252;ber dies und das und dann brachte er mir Beispiele, die mir ebenfalls die Sprache verschlagen haben. Auffahrunfall, HWS, voraussichtlich 1 Woche AU und die Anforderung zun&#228;chst einen Vorschuss iHv. 2.000 € zu leisten. Solche utopischen Forderungen machen den anderen Kollegen die Arbeit nat&#252;rlich nicht leichter und es hilft zu verstehen, wenn sich dadurch die Schadensregulierung in anderen Sachen verz&#246;gert. Dies ist teilweise zurecht das Problem der Rechtschutzversicherer, die vielleicht auf die eine odere andere Klagebegr&#252;ndung ein Blick werfen sollten. Aktuell habe ich auch einen Fall auf dem Tisch, da wird f&#252;r 9 Tage AU ein Hausfrauenschaden von 350,00 € vom Anwalt gefordert. Kein vern&#252;nftiges Attest, au&#223;er Bescheinigung des Krankenhauses. Hinzukommt dann noch eine Schmerzensgeldforderung von &#252;ber 1.900,00 € .... mit Beweisangebot Vernehmung eines Bekannten, der Bezeugen soll, dass sie noch lange unter Schmerzen litt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Versicherungsfuzzi</p>
<p>Dies ist leider ein Beispiel, welches eigentlich aufzeigt, warum der Gesch&#228;digte zu einem spezialisierten Anwalt gehen sollte. Ich k&#246;nnte jetzt auch einige Beispiele anbringen, verzichte aber <img src='http://www.unfall-recht.info/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> und raufe mir die Haare, wenn in Zukunft die Werkst&#228;tten Rechtsberatung erteilen d&#252;rfen. <img src='http://www.unfall-recht.info/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Letzte Woche habe ich mit einem Sachbearbeiter einer Prozessabteilung einer Versicherung telefoniert. Wir plauderten ein bisschen &#252;ber dies und das und dann brachte er mir Beispiele, die mir ebenfalls die Sprache verschlagen haben. Auffahrunfall, HWS, voraussichtlich 1 Woche AU und die Anforderung zun&#228;chst einen Vorschuss iHv. 2.000 € zu leisten. Solche utopischen Forderungen machen den anderen Kollegen die Arbeit nat&#252;rlich nicht leichter und es hilft zu verstehen, wenn sich dadurch die Schadensregulierung in anderen Sachen verz&#246;gert. Dies ist teilweise zurecht das Problem der Rechtschutzversicherer, die vielleicht auf die eine odere andere Klagebegr&#252;ndung ein Blick werfen sollten. Aktuell habe ich auch einen Fall auf dem Tisch, da wird f&#252;r 9 Tage AU ein Hausfrauenschaden von 350,00 € vom Anwalt gefordert. Kein vern&#252;nftiges Attest, au&#223;er Bescheinigung des Krankenhauses. Hinzukommt dann noch eine Schmerzensgeldforderung von &#252;ber 1.900,00 € &#8230;. mit Beweisangebot Vernehmung eines Bekannten, der Bezeugen soll, dass sie noch lange unter Schmerzen litt.</p>
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	<item>
		<title>Von: Versicherungsfuzzi</title>
		<link>http://www.unfall-recht.info/axa-provoziert-klage/#comment-203</link>
		<dc:creator>Versicherungsfuzzi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 20:25:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.unfall-recht.info/axa-provoziert-klage/#comment-203</guid>
		<description>Das Thema "provozierte Klage" erinnert mich an eine Akte, die ich heute in der Hand hatte:

Klassischer Auffahrunfall, drei Beteiligte, unser VN in der Mitte.
Zuerst wurde vom VN (wie meistens) vorgetragen, er sei aufgeschoben worden. Dies wurde von dem von uns konsultierten Unfallanalytiker widerlegt.

Daraufhin haben wir vom Heckschaden des Vordermanns 100% reguliert.

VU des Hintermanns regulierte 70% des VN-Heckschadens mit Hinweis auf die Bremswegverk&#252;rzung durch das vorangegangene Auffahren des VN. 
M.E. v&#246;llig korrekt.

RA VN war dennoch der Meinung, vom Hintermann 100%  VN-Schadens fordern zu k&#246;nnen. 
Er klagte den Rest ein.
 
Die Beweisaufnahme best&#228;tigte das Ergebnis unseres Gutachtens:
 
1. Unser VN war zuerst aufgefahren.
2. Dadurch wurde der Bremsweg des Hintermanns verk&#252;rzt.

Klage wurde zur&#252;ckgenommen. 

Dies wiederum rief den RA des Hintermannes auf den Plan: In v&#246;lliger Verkennung der Rechtsprechung zur Bremswegverk&#252;rzung forderte er nun 100% von uns, obschon sein Mandant unstreitig aufgefaren war.

Wir regulierten 30%.

Am Freitag dann der Anruf des RA AS:
" Sind Sie der Meinung, damit ausreichend reguliert zu haben?"
"Ja, denn wir haften nur aus der Bremswegverk&#252;rzung."
"Haben das Gutachten nicht gelesen?"
" Doch, genau deshalb erstatten wir &#252;berhaupt 30%" 
"Dann werde ich klagen!"

Ergebnis: Ich erwarte die zweite, ebenso &#252;berfl&#252;ssige Klage mit vorhersehbarem Ausgang.
Zahlen wird den ganzen Spass  entweder der falsch beratene Mandant oder seine Rechtschutz.

An den hohen Streitwerten gut verdienen werden - trotz offensichtlicher Beratungsfehler - zwei Anw&#228;lte...

Zum Gl&#252;ck nur ein Einzelfall.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema &#8220;provozierte Klage&#8221; erinnert mich an eine Akte, die ich heute in der Hand hatte:</p>
<p>Klassischer Auffahrunfall, drei Beteiligte, unser VN in der Mitte.<br />
Zuerst wurde vom VN (wie meistens) vorgetragen, er sei aufgeschoben worden. Dies wurde von dem von uns konsultierten Unfallanalytiker widerlegt.</p>
<p>Daraufhin haben wir vom Heckschaden des Vordermanns 100% reguliert.</p>
<p>VU des Hintermanns regulierte 70% des VN-Heckschadens mit Hinweis auf die Bremswegverk&#252;rzung durch das vorangegangene Auffahren des VN.<br />
M.E. v&#246;llig korrekt.</p>
<p>RA VN war dennoch der Meinung, vom Hintermann 100%  VN-Schadens fordern zu k&#246;nnen.<br />
Er klagte den Rest ein.</p>
<p>Die Beweisaufnahme best&#228;tigte das Ergebnis unseres Gutachtens:</p>
<p>1. Unser VN war zuerst aufgefahren.<br />
2. Dadurch wurde der Bremsweg des Hintermanns verk&#252;rzt.</p>
<p>Klage wurde zur&#252;ckgenommen. </p>
<p>Dies wiederum rief den RA des Hintermannes auf den Plan: In v&#246;lliger Verkennung der Rechtsprechung zur Bremswegverk&#252;rzung forderte er nun 100% von uns, obschon sein Mandant unstreitig aufgefaren war.</p>
<p>Wir regulierten 30%.</p>
<p>Am Freitag dann der Anruf des RA AS:<br />
&#8221; Sind Sie der Meinung, damit ausreichend reguliert zu haben?&#8221;<br />
&#8220;Ja, denn wir haften nur aus der Bremswegverk&#252;rzung.&#8221;<br />
&#8220;Haben das Gutachten nicht gelesen?&#8221;<br />
&#8221; Doch, genau deshalb erstatten wir &#252;berhaupt 30%&#8221;<br />
&#8220;Dann werde ich klagen!&#8221;</p>
<p>Ergebnis: Ich erwarte die zweite, ebenso &#252;berfl&#252;ssige Klage mit vorhersehbarem Ausgang.<br />
Zahlen wird den ganzen Spass  entweder der falsch beratene Mandant oder seine Rechtschutz.</p>
<p>An den hohen Streitwerten gut verdienen werden - trotz offensichtlicher Beratungsfehler - zwei Anw&#228;lte&#8230;</p>
<p>Zum Gl&#252;ck nur ein Einzelfall.</p>
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