Allianz – Nichts wird besser!
Angeblich soll sich je die Schadensbearbeitung bei der Allianz nach internen Umstrukturierungen bessern – ganz offensichtlich nur ein Gerücht. Eine nach wie vor typische Chronologie eines „Allianz-Falles”
- 26.o7.2008: Unfalldatum
- 29.o7.20008: Anwaltsschreiben an Allianz mit Unfallhergang;
- o1.o8.2008: Forderungsschreiben an Allianz mit spezifizierter Forderungsaufstellung;
- 18.o8.2008 Mangels irgendeiner Reaktion seitens Allianzen Nachfristsetzung per Telefax bis zum 29.o8.2008;
- o2.o9.2008 Wiederum keine Reaktion, also Kostendeckungszusage für Klage bei der RSV angefordert;
- o4.o9.2008: Klage eingereicht
- 11.o9.2008 – als 45 Tage (!) nach dem ersten Anwaltsschreiben das erste Schreiben der Allianz – mit auch nur einem Satz: „Wir haben zur Prüfung unserer Eintrittspflicht die Ermittlungsakte angefordert.”
… und bis die Staatsanwaltschaft die herausrückt, kann noch einige Zeit vergehen. Da wird wohl vorher die Klage zugestellt werden.
16. September 2008 at 22:15
Ich weiß nicht, welche Schadensbearbeitungsstelle Sie ansprechen. Für Frankfurt kann ich Ihre Kritik leider nur bestätigen: nichts geht mehr! In einfachsten Angelegenheiten (typischer Auffahrunfall) läuft nichts, bevor nicht ein Mahnverfahren eingeleitet ist. Dann wird schnell bezahlt und eine Teilzahlung geleistet und wegen der geringen Restforderung: Funkstille!
So verspielt man einen (bei mir jedenfalls bislang) guten Ruf!
RAUG
17. September 2008 at 14:07
Also, im meinem aktuellen Fall hat die Allianz nach zehn Tagen bereits Abrechnungsschreiben versandt. Allerdings geschah dies erst auf meine telefonische Nachfrage und an meine seit 8 Jahren nicht mehr gültige Adresse
.
Auf meine Nachfrage, ob man nicht in den Adresspool mal die alte Adresse herausnehmen könne, kam nur die Antwort: 1. Das müsse in Berlin gemacht werden und 2. Das wäre gar nicht so einfach. Ich hatte aufgegeben, weiter nachzufragen.
19. September 2008 at 13:51
Hallo Herr Kollege,
jemand in bei der Allianz in Frankfurt zu erreichen ist ja schon fast ein kleines Wunder. Heute hört man beim Sammelruf der Krafthaftpflichtschadenabteilung nur das Besetztzeichen.
Die Vermittlung ist auch nicht in der Lage an einen freien Sachbearbeiter durchzustellen. Daher habe ich so lange die Vermittlung genervt, bis ich die Durchwahl des Abteilungsleiters hatte (Freizeichen und keiner geht an den Apparat) bzw. seines Vorzimmers. Beim Vorzimmer haben Sie auch ein Freizeichen und dann einen AB, man möge doch das Anliegen hinterlassen.
Nummern gibt es vertraulich per Mail
Ein trauriges Bild, welches die Allianz an den Tag legt !
20. September 2008 at 11:11
Ich habe in meiner Praxis während der letzten Monate die Erfahrung gemacht, dass die Allianz-Versicherung, zumindest das Schadenbüro Frankfurt/M., nur auf Klagen wirklich zügig reagiert. Denn dann kommt die Akte in die Prozessabteilung, so dass man seitens der Allianz gezwungen ist, sich mit dem Fall zu beschäftigen. Anschließend wird auch regelmäßig reguliert. “Normale” Schadensachbearbeiter der Allianz sind telefonisch nicht mehr erreichbar; wenn man Glück hat, erreicht man den Anrufbeantworter des betreffenden Sachbearbeiters, so dass man wenigstens in der Lage ist, eine Bitte um Rückruf zu hinterlassen. Vor ein paar Tagen teilte ein Prozesssachbearbeiter der Allianz, nachdem ihm die Klage des Mandanten zugestellt worden war, einer Mitarbeiterin unserer Kanzlei mit, dass die Schadensachbearbeiter der Allianz Frankfurt angewiesen sind, keine Telefonanrufe mehr entgegen zu nehmen, um Zeit für die Bearbeitung der Schadenfälle zu gewinnen ! – Das sind die Konsequenzen der massiven Stellenstreichungen bzw. – einsparungen. Die Prämien werden dadurch allerdings auch nicht billiger. Quo vadis, Allianz!?
20. September 2008 at 18:05
@RAUG u.a.: Hier haben wir ja meist das “Vergnügen” mit Allianz Berlin, aber die Erfahrungen gleichen denen mit der Frankfurter Filiale – mit einem Unterschied:
Klagen helfen nicht immer wirklich, vielmehr wird oft auch in relativ eindeutigen Fällen vollständige Klagabweisung beantragt und dann mit mehr oder weniger unsubstantiierten Argumenten gestritten.
23. September 2008 at 08:45
Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich es mit der Allianz in München zu tun hatte.
25. September 2008 at 10:54
Auch ich kann die beschriebenen Probleme ausnahmslos bestätigen. Man hat das Gefühl, die Allianz in Frankfurt sei ausgestorben. Anrufen zwecklos, Schreiben bleiben regelmäßig unbeanwortet.
Der ehemals gute Ruf der Allianz leidet hierunter extrem. Zumindest teilen mir die Geschädigten regelmäßig mit, dort sicherlich nie bzw. nie mehr eine Versicherung abschließen zu wollen. Wenn sich da die Entscheidungsträger mal nicht ein richtiges Eigentor geschossen haben.
25. September 2008 at 12:29
Auch als SV kann man dieses “Abtauchen” leider nur bestätigen. Anrufe von Anspruchstellern, was den hier los sei, häufen sich. Regulierung zeitnah = Fehlanzeige, genauso wie die Erreichbarkeit. Angeblich soll es Ende September besser werden, da dann umgestellt sei….
Hoffnung stirbt zuletzt.
SV Stoll
25. September 2008 at 14:25
Ich habe in meinem Fall mit der Abteilungsleiterin gesprochen. Diese hat sich mehrfach entschuldigt und auch Besserung zugesagt. Immerhin, in dem Fall, den ich ihr geschildert habe kam Bewegung und 2 Tage nach dem Telefonat war das Abrechnungsschreiben im Briefkasten.
26. September 2008 at 18:06
Das gesamte aktuelle Tohuwabohu der Allianz geht mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit fließend in ein anderes über. Dann erhält das Chaos, wie die Allianz bereits heute schon vollmundig propagiert, einen neuen Namen. Selbstverständlich geschieht alles unter tatkräftiger Unterstützung alter Bekannter, nämlich der rigorosen Kürzungsspezialisten der Fa. Control€xpert aus Langenfeld, die künftig, noch mehr als bisher, die “anonyme Schmutzarbeit” für die Allianz erledigen.
Das neue Konzept der Allianz, bei dem (nach Angaben der Allianz) alles besser werden soll, lautet:
FAIRPLAY
FAIRPLAY = frei übersetzt FAIRARSCHUNG der Geschädigten auf unterstem (Schadens-)Niveau !!!
Wenn diese Schiene erst läuft, dann erinnert sich manch einer mit Wehmut an die guten alten Zeiten (und damit an diese Berichte), bei denen die Allianz “nur abgesoffen” war.
Deshalb immer Augen auf und besonderes Augenmerk auf´s “Eingemachte”, wenn heutzutage einer anbietet, FAIR zu sein.
04. August 2010 at 20:55
Hallo,
anscheinend ist es immer schlimmer geworden in den letzten beiden Jahren.
Hier mal eine kleine Chronik meinerseits, die Schuldfrage ist laut Polizei und meines Anwaltes mehr als eindeutig.
- Unfall 24.03.2010
- seitdem zigfache Schreiben, die mit fehlender Einsicht in die Ermitlungsakte oder zu niedrigem Restwert etc. abgeschmettert wurden …
- nachdem es letzte Woche soweit war, ein erneutes Schreiben (bestimmt das 10.) meines Anwaltes
- Heute bekomme ich Post von meinem Anwalt, die Allianz weist mir jede Schuld am Unfall zu und will keinen Cent zahlen
Nun frage ich mich, was die ganze Hinhaltetaktik soll? Verstehe die Logik nicht so ganz. Versucht da ein übermotivierter Sachbearbeiter, mir eins “reinzwürgen” indem er denkt durch solche Schreiben werde ich mürbe. Oder handelt es sich um eine ABM für die hausinternen Anwälte? Auch dies brauchen eine Daseinsberechtigung.
Vorsorglich alle Versicherungen (der ganzen Familie) bei der Allianz gekündigt, vllt ist es das was sie wollten
05. August 2010 at 07:13
Sorry, aber mehr als zwei Anspruchsschreiben sind in aller Regel pure Zeitverschwendung. Nicht fragen, klagen!
05. August 2010 at 19:05
Ja hätte ich auch eher gemacht, aber mein Anwalt meinte wenn ich klage, dauert es noch länger. Aber das Schreiben der Allianz ist schon eine Frechheit.
Zitat:
“[...] schneller als erwartet konnten unserer Ermittlungen zur Eintrittspflicht abgeschlossen werden. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Unfall einzig und allein durch Herrn XY verursacht und verschuldet wurde [...]”
Mein Anwalt hat dann eine Zeugenaussage als Antwort genommen und gesagt, er deute die Aussage der Allianz als Versehen.
“Wir dürfen hier die Vernehmung des Zeugen XY zitieren:
Der PKW hinter mir fuhr rechts auf dem Beschleunigungsschreiben weiter, beschleunigte und befand sich auf Höhe des LKW, als dieser dann plötzlich wieder 1 bis 1,5 m nach rechts auf die Beschleunigungsspur kam. Der Audi wich nach rechts aus um einen Zusammenstoß zu verhindern. Er fuhr noch kurz rechts im Straßengraben, bevort er sich überschlug und auf der Seite liegen blieb.”
Naja, sollen sie sich Mal vor Gericht blamieren. Das war nur einer von 4 Zeugen, die mir alle das selbe bestätigen.