Allianz – Haftungszusage und dann ein Rückzieher !

Bei der Allianz weiß der Unfallgeschädigte wirklich nicht mehr, was los ist. Ehrlich gesagt – ich auch nicht. Fahrzeug des Mandanten war abgestellt. Ein anderes KFZ fuhr in das Fahrzeug des Mandanten und schob mehrere KFZ zusammen. Der Mandant war auf einen Mietwagen angewiesen. Die Mietwagenfirmen wollten aber  eine Kostenzusage der Allianz haben.  So wurde mit der Allianz telefoniert (ja, ich habe nach 10 Minuten Warteschleife jemand erreicht, der sich auch zuständig fühlte) und gebeten, eine Zusage zu senden. Dieses erfolgte dann auch:

Wir bestätigen die Haftung für obigen Schadenfall.

Mietwagenkosten übernehmen wir für die Dauer der Reparatur.

Eindeutiger geht es eigentlich nicht. Die Haftung dem Grunde nach zu 100% anerkannt. Der Mandant geht mit dieser Zusage zu der nächsten Mietwagenfirma. Diese ruft bei der Allianz an – und nun ? Nein, wir zahlen keinen Mietwagen und wir treten von der Haftungszusage zurück. Ein Telefonat mit dem Sachbearbeiter ergab, dass einer der anderen Geschädigten “bekannt sei” und der Verdacht der Unfallmanipulation gegeben sei. Schade für die Allianz, denn dieser Verdacht richtet sich nicht gegen meinen Mandanten und es gibt oben genanntes Fax.  Also eben kurze Frist gesetzt. Danach notfalls Feststellungsklage, denn mein Mandant hat keine 16.000 € um die Reparatur vorzufinanzieren.

2 Antworten zu “Allianz – Haftungszusage und dann ein Rückzieher !”

  1. Christian Sagt:

    Bei Schadensregulierungsangelegenheiten empfehle ich jeden noch so kleinen Fall einer Anwaltskanzlei zu übergeben, denn nur so scheint eine Schadensregulierung überhaupt möglich zu sein. Vielleicht merkt die Allianz dann das ihr Konzept der Zahlungsverzögerungen falsch ist. Denn durch Anwälte steigen die kosten für die Versicherung immens, wie ich es in eigenen Fällen immer wieder erlebe. Aus wenigen hundert Euro die nicht vollständig reguliert wurden werden schnell mehrere Tausend zu Lasten der Versicherung. Geschickt kann ein Anwalt so schnell die Kosten für die Sache in die Höhe treiben. Also falsch kalkuliert liebe Allianz.

  2. Peter Sagt:

    Es kann doch aber nicht angehen, dass man selbst bei “Bagatellen” dann immer gleich einen Anwalt braucht, nur weil die Versicherung Probleme macht. Auch wenn die Kosten letztendlich zu Lasten der Allianz gehen.

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