Allianz Berlin ist (!) abgesoffen
Neulich hatte ich die Frage gestellt: Allianz - komplett abgesoffen? Diese Frage hat sich heute beantwortet. In besagtem Fall hatte ich der Allianz unter Klagandrohung eine Nachfrist auf den 21.o6.2007 gesetzt. Auch hierauf erfolgte keine Reaktion. Vor Klagerhebung habe ich heute noch einmal versucht, die zuständige Sachbearbeiterin telefonisch zu erreichen. Diese ist jedoch bis zum 27.o6. krankgeschrieben. Dafür klagte mir ihre Kollegin ihr Leid:
Man sei jetzt bei den Posteingängen vom o3. Mai 2007 (das war vor 51 Tagen oder auch etwas mehr als sieben Wochen). An jedem Platz lägen ca. 600 unbearbeitete Akten, täglich kämen 80 neue hinzu. Ferner würden die Sachbearbeiter täglich ca. 60 Telefonate führen müssen. Eine Vertretung für erkrankte Mitarbeiter sei nicht mehr zu realisieren. Grund für die Situation sei ein neues System, dass seit Februar 2007 getestet werde, seither hätten sich die Bearbeitungszeiten extrem verlängert.
Der angedrohten Klage würden die Mitarbeiter eher erfreut entgegen sehen, weil sie die betreffende Akte dann an die Prozessabteilung abgeben müssten. Erstaunlicherweise wären jetzt allerdings weniger Klagen zu verzeichnen als früher, wo die Schadensregulierung schneller gegangen wäre. Die Geschäftsleitung meine daher, es sei alles noch „im grünen Bereich”, wohl auch deshalb, weil sie von diesen Zuständen nur wenig wüsste, da die Geschädigten sich i.d.R. bei den Sachbearbeitern beschwerten und nicht beim Vorstand.
Schon traurig, wenn man bedenkt, dass es sich hier nicht um einen kleinen Kleckerverein handelt, sondern um Deutschlands mit Abstand größten Kfz-Versicherer!
Dieses Telefonat hat mein Mitleid mit den Sachbearbeitern doch deutlich erhöht, allerdings nur mit diesen, nicht mit den Versicherern. Also werde ich meinen Teil zur Entlastung der Sachbearbeiter(innen) beitragen und kurzfristig Klage erheben. Länger kann es so angesichts von Postrückständen von über sieben Wochen auf keinen Fall dauern, da Klagen bekanntlich zugestellt werden und schnelle (!) Reaktion erfordern.
22. Juni 2007 um 16:25
“Der angedrohten Klage würden die Mitarbeiter eher erfreut entgegen sehen, weil sie die betreffende Akte dann an die Prozessabteilung abgeben müssten.”
Ich hatte ja schon an anderer Stelle angeregt, die Sachbearbeiter durch zügige Klageerhebung zu entlasten. Das war nicht als Scherz gemeint.
26. Juni 2007 um 11:53
[...] noch auf eine Nachfristsetzung. Eine telefonische Nachfrage dort ergab, dass man dort komplett „abgesoffen” ist und Postrückstände von ca. 7 Wochen abarbeitet. Eine Klage könnte sogar hilfreich [...]
26. Juni 2007 um 14:19
Ich habe einen eigentlich mäßig schwierigen Unfall aus Mitte März in der Bearbeitung ebenfalls bei Allianz Berlin. Glücklicherweise ist der Mandant auf eine zeitnahe Regulierung nicht wirklich angewiesen und kann es sich leisten eben mal 7500 € ausstehen zu haben, so daß man fast ein schlechtes Gewissen hat, Druck zu machen und die Rechtsschutz zu bemühen.
In Verzug gesetzt sind sie, bei Tagesgeld gibts derzeit nur gute 3%. Der gesetzliche Zinssatz ist deutlich attraktiver.
27. Juni 2007 um 13:31
[...] die Allianz nicht gerade „abgesoffen“ ist, reguliert sie Schadensersatzansprüche in einer Weise, die nur noch als [...]
01. August 2007 um 08:48
[...] Allianz Berlin „abgesoffen“ ist, dürfte inzwischen hinreichend bekannt sein. Die Hoffnung, dass zügiges [...]