Archiv für April 2010

HDI – Abrechnungsgrundsätze einmal anders

Mittwoch, 14. April 2010

Ein Unfallschaden sollte von der HDI reguliert werden.  Im Gutachten sind dazu folgende Daten festgestellt worden:

Reparaturkosten brutto 1420 €

Wiederbeschaffungswert brutto 1600 €

Restwert brutto 300 €

Es wurde auf Basis des wirtschaftlichen Totalschadens abgerechnet. Im Abrechnungsschreiben ist der Hinweis auf die BGH- Rechtsprechung enthalten gewesen.  Nach dieser Rechtsprechung muss, wie den meisten hier bekannt sein dürfte,  für die Bestimmung der Höhe des Schadensersatzes auf die Bruttowerte aus dem Gutachten abgestellt werden. ( VI ZR 100/08)

Natürlich regulierte der HDI lediglich die Nettoreparaturkosten.

DA direkt – Chaotisch

Montag, 12. April 2010

Kurze Übersicht über eine Schadensregulierung, wie sie nicht sein sollte:

13.o3.2010: Verkehrsunfall, höchstwahrscheinlich Totalschaden
17.o3.2010: Erste Information an DA direkt
16.o3.2010: Erstellung des Sachverständigengutachtens: Totalschaden
19.o3.2010 Spezifiziertes Anspruchsfax mit Vollmacht an DA direkt
29.o3.2010: Bestätigung durch DA direkt: VN hat Schaden aber noch nicht gemeldet
29.o3.2010: Da direkt schreibt an Mandanten selbst (!) und übersendet Fragebogen
o1.o4.2010 Fax an DA direkt mit Hinweis auf meine Bevollmächtigung und Anspruchsfax vom 19.o3.2010
o7.o4.2010: Anruf bei DA direkt: Schadensanzeige liegt vor, Verschulden des Gegners eindeutig, Kollegin der Sachbearbeiterin wundert sich, weshalb noch nicht reguliert wurde, sichert Rückruf zu.
o9.o4.2010: Erneuter Anruf bei DA direkt: Wo bleibt der Rückruf? Sachbearbeiterin entschuldigt sich vielmals, Regulierung soll sofort erledigt werden.
12.o4.2010: Eingang eines Schreibens der DA direkt, in dem ca. drei Wochen nach Eingang des Sachverständigengutachtens (!) lediglich auf ein Restwertgebot eines professionellen Aufkäufers verwiesen wird – „vorbehaltlich der Prüfung unserer Eintrittspflicht”. Keine Spur von irgendeiner Schadensregulierung. Dazu aber der erhellende Satz: