Archiv für Dezember 2007

Die „Sechsmonatsfrist” - Eine Bestandsaufnahme

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Dass die angebliche „Sechsmonatsfrist” der HUK u.a. in den sog. „130 %-Fällen” eben nicht existiert, kann inzwischen als herrschende Rechtsprechung bezeichnet werden. Die bereits erwähnte Entscheidung des LG Hamburg (331 O 28/07 vom 24.o8.2007) ist im aktuellen DAR (S. 707 f.) veröffentlicht, dazu ein Artikel des Kollegen Pamer (S. 721 ff.) zu dieser Problematik. Der Kollege listet immerhin 15 Entscheidungen von Amts- und Landgerichten und eine des OLG Karlsruhe auf, die der krausen Theorie von HUK u.a. eine Absage erteilt haben. Bisher sind lediglich zwei Entscheidungen des AG Essen bekannt geworden, wo eine andere - kaum nachvollziehbar begründete - Meinung vertreten wird.

Allianz und die konkreten Fahrtkosten

Freitag, 07. Dezember 2007

Nach einem Verkehrsunfall musste mein Mandant zahlreiche Kilometer mit dem beschädigten Auto zurücklegen - zum Anwalt, zur Werkstatt, zum Sachverständigen, zur Achsvermessung, zur Gegenüberstellung der Fahrzeuge etc. Diese KOsten wurden anstatt der Kostenpauschale konkret geltend gemacht. Die Allianz stellt sich jedoch nun auf folgenden interessanten Standpunkt und verweigert die Zahlung der 60,02 €. “Die in Rechnung gestellten Fahrtkosten können nicht übernommen werden, da dies zum Pflichtenkreis des Geschädigten gehört”. Mhhh, ob da jemand den § 249 BGB nicht verstanden hat ?