Archiv für November 2007

Allianz – Notwendige und sinnvolle Nachbesichtigung ??

Freitag, 23. November 2007

Der PKW des Mandanten wurde bei einem Unfall erheblich beschädigt. Die Allianz bestätigt mir auf telefonische Nachfrage, dass die vollständige Haftung dem Grunde nach unstreitig ist. Nun teilt sie mir mit, einstweilen einen Vorschuss von 9.500.- € gezahlt zu haben und weiter:
<blockquote>
„Anhand der inzwischen vorliegenden Reparaturrechnung übersteigen diese Kosten nicht nur die durch den Sachverständigen kalkulierten Kosten erheblich, sondern auch deutlich den Wiederbeschaffungswert Es wurde im Rahmen der „Opfergrenze” repariert. In diesen Zusammenhang ist es notwendig und sinnvoll, das Fahrzeug nachzubesichtigen.”
</blockquote>
Ach, wirklich? Konkret:

  • Kalkulierte Reparaturkosten: 12.033,01 €
  • Reparaturrechnung: 13.089,85 € – ca. 8,8 % mehr, das soll also „erheblich” sein.

Zurichs Kürzungsrichtlinien

Freitag, 16. November 2007

Bei Captain HUK hat der Kollege Reckels die „Richtlinien über die Zusammenarbeit der freiberuflichen Kfz-Sachverständigen und der Zurich-Gruppe Deutschland” ins Netz gestellt. Ein kleiner Auszug:
<blockquote>
Vorwort: Diese Richtlinie regelt die Zusammenarbeit mit den externen Partner-SV der Zurich Gruppe Deutschland. Die Gültigkeit dieser Richtlinie erstreckt sich auf alle Gesellschaften der Zurich Gruppe Deutschland (Zurich Versicherung AG, DA direkt, ADAC). …

8.1. Im Gutachten ist anzugeben, ob bei der Besichtigung in einer Werkstatt ein unterschriebener Reparaturauftrag vorliegt. Liegt kein unterschriebener Reparaturauftrag vor, sind die Stundenverrechnungssätze der günstigsten Fachwerkstatt zu berücksichtigen, die in einem maximalen Umkreis von 20 km zum Wohnort des Halters / Nutzers ansässig ist (s. hierzu Punkt 8.2).

Karlsruher – Langsam

Freitag, 16. November 2007

Es geht um einen Verkehrsunfall vom 31.o8.2007. Die Karlsruher als Versicherung des Unfallgegners schreibt mir am 14.o9.2007, aufgrund der Angaben ihres VN könne sie keine Zahlungen leisten, zur weiteren Klärung des Sachverhalts habe die amtliche Ermittlungsakte angefordert sie.

So weit – so gut, nur dass der Auftrag zur Akteneinsicht ausweislich der Ermittlungsakte erst am o5.11.2007 erteilt worden ist, dürfte doch wohl etwas zu langsam sein. Die Klage ist auch längst eingereicht.
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Janitos – Unerreicht !

Mittwoch, 07. November 2007

Protokoll eines Anrufs in einer Kfz-Unfallsache bei der Janitos Versicherung AG unter der Telefonnummer der im Briefbogen benannten Ansprechpartnerin:

„Herzlich willkommen bei der Janitos Versicherung AG. Leider sind m Moment alle Leitungen belegt. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld …
… „Leider sind noch immer alle Leitungen belegt. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. …
… Leider sind noch immer alle Leitungen belegt. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. …
… Leider sind noch immer alle Leitungen belegt. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. …
… Leider sind noch immer alle Leitungen belegt. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. …
… Leider sind noch immer alle Leitungen belegt. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. …
… Leider sind noch immer alle Leitungen belegt. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. …”
usw. usw. Nach einigen Minuten:
… „Leider sind noch immer alle Leitungen belegt. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Vielen Dank. Auf Wiederhören!”

Der LVM und die „tatsächlich entstandenen Kosten”

Mittwoch, 07. November 2007

O.K., es sind nur die sprichwörtlichen Peanuts: Das altbekannte Thema Allgemeine Kostenpauschale – aber immer wieder ein lästiges Ärgernis. Einen besonders sinnfreien Textbaustein hierzu hat der LVM, der mit konstanter Boshaftigkeit grundsätzlich nur 20.- € zahlt und hierzu immer schreibt:

„Erfahrungsgemäß deckt der eingesetzte Betrag die tatsächlich entstandenen Kosten”

Abgesehen davon, dass die wohl überwiegende Rechtsprechung hier inzwischen 25.- € anerkennt: Es geht hier gerade nicht um die „tatsächlich entstandenen Kosten”, sondern um eine – richterlicher Schätzung nach § 287 ZPO unterliegende – Vergütung angemessener pauschaler (!) Kosten.

Aber wen interessiert das schon, Hauptsache, mal wieder heldenhaft 5.- € eingespart!

DEVK – Fahrtkosten = Betriebskosten?

Donnerstag, 01. November 2007

Für den Mandanten hatte ich unfallbedingte Fahrtkosten zu Behandlungen u.a. geltend gemacht. Jetzt schreibt mir die DEVK:
<blockquote>
„Als Fahrtkosten sind die reinen PKW-Betriebskosten abzurechnen. Diese betragen ca. 0,10 Euro pro Kilometer, entsprechend rechnen wir ab.”
</blockquote>
Ach, wirklich? Dass die reinen PKW-Betriebskosten 0,10 Euro pro Kilometer betragen, sollen die doch mal dem Fahrer eines Oberklasse-PKWs zu verdeutlichen versuchen.