Archiv für Mai 2006

Gezahlt ist gezahlt

Mittwoch, 31. Mai 2006

Rechtsanwalt Cunningham, Nürnberg teilte der Redaktion des Blogs folgenden Sachverhalt mit.
“Gezahlt ist gezahlt”
Das jedenfalls hat das Landgericht Nürnberg-Fürth der KarstadtQuelle Versicherung AG ins Stammbuch geschrieben, als die vom Geschädigten die bereits gezahlte Hälfte des Schadens zurückforderte. Der Hintergrund: Nach einem Unfall zwischen zwei PKW mit streitigem Hergang hatte die Versicherung geschrieben, wegen des ‘ungeklärten Sachverhalts’ von einer hälftigen Haftungsteilung (also Betriebsgefahr gegen Betriebsgefahr) auszugehen, und im unmittelbaren Anschluß an diese Erklärung den nachgewiesenen Schaden hälftig abgerechnet und ausbezahlt. Einen Rückforderungsvorbehalt erklärte sie dabei nicht. (weiterlesen …)

Mietwagen – der örtliche Markt ist maßgebend

Montag, 29. Mai 2006

Ein weiteres Urteil des BGH vom 14.02.2006 schafft nunmehr auch Klarheit, welche Tarifstruktur bei den Mietwagentarifen zu Grunde zu legen ist. Mehrere Haftpflichtversicherer weisen in den Anschreiben an den Geschädigten auf eine Obergrenze bezüglich der Mietwagenkosten hin, die erstattet werden. Auf dem normalen Markt ist ein KFZ zu diesem Tarif jedoch nicht anzumieten, (weiterlesen …)

VGH – merkantiler Minderwert ?

Sonntag, 28. Mai 2006

Der Mandat hatte mit seinem neuen Polo, der seit 1 Monat zugelassen war, einen unverschuldeten Verkehrsunfall. Auch er suchte eine Werkstatt auf, was er nicht wusste, eine “Partnerwerkstatt” der VGH. Da nur der Kotflügel ausgetauscht werden musste, belief sich der Schaden auf 1000,00 €. Es wurde dem späteren Mandanten erklärt, ein Sachverständiger sei nicht nötig. Der Wagen wurde gleich zur Reparatur einbehalten. Der Mandant wandte sich dennoch umgehend an einen Verkehrsanwalt. (weiterlesen …)

Zürich Hannover und die Kostenpauschale

Sonntag, 28. Mai 2006

Die KH-Sachbearbeiter der Zürich-Versicherung in Hannover sind anscheinend leider nicht in der Lage die Anspruchsschreiben der Rechtsanwälte aufmerksam zu lesen. So wurde seitens des Autors immer eine Kostenpauschale von 25,00 € geltend gemacht. Dies mit Hinweis auf die Rechtsprechung des für Hannover zuständigen OLG Celle (veröffenlicht in NJW-RR 2004, S. 1673 sowie NJW-Spezial Heft 8, 2004 S. 355). Demnach beträgt die Kostenpauschale für alle Verkehrsunfälle ab dem 01.08.2003 die geforderten 25,00 €. Jedoch werden seitens der Sachbearbeiter (weiterlesen …)

VGH – ohne Worte

Sonntag, 28. Mai 2006

Die VGH in Hannover unterhält mit vielen Werkstätten in der Region anscheinend ein sogananntes “Partnerabkommen”. Dabei soll die Werkstatt für die VGH und den Kunden die Unfallabwicklung übernehmen. Die VGH verspricht den Geschädigten und Werkstätten eine schnelle und reibunglose Abwicklung des Verkehrsunfalles.

Ein Mandant war nach einem Verkehrsunfall an eine solche “Partnerwerkstatt” geraten. Dort wurde ihm geraten natürlich einen VGH-Sachverständigen mit der Schadensfeststellung zu beauftragen. Misstrauisch geworden (weiterlesen …)

Mietwagenkosten – Einsatz einer Kreditkarte zumutbar

Sonntag, 28. Mai 2006

Mit Urteil vom 14.02.2005 hat der Bundesgerichtshof (BGH) einen weiteren Streitpunkt bei der Anmietung eines Ersatzkraftfahrzeuges entschieden. Der BGH hatte den Fall zu entscheiden, ob ein Unfallgeschädigter verpflichtet ist, bei der Anmietung eines Unfallersatzwagens seine Kreditkarte einzusetzten. Dem Geschädigten wurden zwei Tarife angeboten, der sogenannte “Unfallersatztarif” und der “Normaltarif”. Bei dem Normaltarif war es jedoch erforderlich, dass (weiterlesen …)

Zürich Versicherungen – Der “unheimliche” Wiederbeschaffungswert

Dienstag, 23. Mai 2006

Der Mandant war unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt. Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige ermittelte in seinem Gutachten einen Restwert von 1000,00 € sowie einen Wiederbeschaffungswert von 2350,00 €. Die Reparaturkosten lagen lt. Gutachter bei 1844,41 €. Vor Einschaltung des Rechtanwaltes übermittelte die Zürich Versicherung nun ein Restwertangebot von 2400,00 € (weiterlesen …)

HUK und merkantiler Minderwert

Dienstag, 23. Mai 2006

Der Geschädigte war unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt. Er suchte einen Rechtsanwalt auf und ein SV-Gutachten wurde veranlasst. Dieses wurde seitens des Gutachters direkt an die Versicherung und den Anwalt gesandt. Die Wertminderung wurde mit 300,00 € angegeben. Da der Anwalt sich noch nicht gegenüber der HUK (Schadenaußenstelle Hannover) legitimiert hatte, wussten die Damen und Herren der HUK nichts über die anwaltliche Vertretung des Geschädigten. (weiterlesen …)